Meet-the-Expert-Sessions

Freitag, 06.05.2022, 09:30-10:30 Uhr
Veranstaltungsort: Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Gebäude 40, Zschokkestr. 32, 39104 Magdeburg
Räume werden am Veranstaltungstag bekannt gegeben

Am Freitagvormittag von 09:30 - 10:30 Uhr können Sie eine der parallel stattfindenen Meet-the-Expert-Sessions besuchen. Die Sessions kombinieren einen kurzen Input zu dem angegebenen Thema und breiten Raum für die Diskussion Ihrer Fragen und Forschungserfahrungen.

Die Meet-the-Expert-Sessions sind auf 20 Plätze pro Session begrenzt.

 

Leichter gesagt als getan! Qualitative Leitfaden-Interviews in der Forschungspraxis

Heike Ohlbrecht & Josephine Jellen

Das qualitative Leitfadeninterview gehört zum Standardrepertoire in der qualitativen Bildungs- und Sozialforschung und erfreut sich weiterhin größter Beliebtheit. Allerdings fehlt es häufig an forschungspraktischen Hinweisen insbesondere für Q-Wissenschaftler*innen in der Umsetzung dieser doch voraussetzungsvollen Interviewform. Wir thematisieren in diesem Workshop vor allem die Vorbereitung und Durchführung von Leitfadeninterviews und gehen insbesondere auf die Leitfadenerstellung sowie die Herausforderungen von digital geführten Interviews ein.

 

Erhebung von Familieninterviews

Julia Hille

Ausgangspunkt für Familieninterviews ist die Annahme, dass Familien im „gemeinsamen Erzählen“ ihre Sinnbildungsprozesse, Perspektiven und Krisen realisieren und zeigen auf wie Familien ihre soziale Wirklichkeit in Interaktionen sinnhaft konstruieren. In der Session wird die Erhebungsphase von Familieninterviews mit ihren Besonderheiten in den Fokus genommen. Über einen Input, der Arbeit an Beispielen und gemeinsamer Diskussion wird sich dem genähert.

 

Narrative Interviewführung

Tim Flügge

Die Session widmet sich dem Führen von Interviews in qualitativen Forschungskontexten. Sie gibt einen Einblick in eine dezidiert Narration-stimulierende Interviewführung und Nachfragetechnik (nach Rosenthal) und stellt die praktischen Herausforderungen in der Interviewsituation in den Mittelpunkt der Diskussion. Die Session richtet sich vor allem an Forscher*innen, die planen (narrative) Interviews im Kontext ihrer Untersuchungen zu führen und bietet einen Raum für eine kurze Übung sowie für die Diskussion ihrer Fragen und Erfahrungen.

 

Narration und Biographie - Datenaufbereitung & -auswertung, analytische Abstraktion, Kontrastierung & Kategorisierungen

Verena Walterbach & Thomas Reim

Wir bieten an, unsere Einschätzungen zu einigen Problemen, die unvermeidbar mit der Praxis biographie- und narrationsanalytischen Untersuchungen verbunden sind, mit daran Interessierten zu teilen. Da der gesamte Arbeitsbogen einer qualitativ – empirischen Untersuchung auf der empirischen Basis von Narrativen Interviews komplex ist, haben wir uns entschlossen uns auf folgende Themen zu begrenzen:

  • wie können die Interviews vorbereitet und wie durchgeführt werden
  • welcher Feinheitsgrad wird bei den Transkriptionen wird gebraucht
  • wie können tentative Codes und Kategorien auf der Basis der Analyse von Einzelfällen erarbeitet werden (strukturelle Beschreibung und analytische Abstraktion)

 

Theorie in Qualitativer Forschung: Wieviel und wozu?

Sandra Tiefel

Immer wieder taucht in der Forschungspraxis von Interpretationswerkstätten Fragen zur Theorierelevanz für induktive Ergebnisgewinnung auf: Was ist ein theoretischer Rahmen? Unterscheidet sich dieser von der theoretischen Einbettung des Gegenstand(sbereichs)? Ist die gewählte Methodologie auch ein Theoriebezug oder schon empirische Methode? Wie integriere ich sensibilisierende Konzepte? In diesem Workshop sollen Ihre Fragen zur Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit zu Theorie in empirischer Forschung thematisch werden und „eigene“ Umsetzungsvorstellungen diskutiert werden.

 

Herausforderung Publizieren

Maria Kondratjuk

Welche Publikationsformate gibt es? Wann beginne ich mit dem Publizieren? Wie publiziere ich meine Dissertation (z.B. kumulativ oder als Monographie)? Beitrag in einer Zeitschrift, in einem Sammelband, als Blog: Was eignet sich als Publikationsorgan? Wie komme ich dahin und was muss ich beim Publizieren beachten? Wie kann ich mir die Verlagskommunikation vorstellen? Und, was kostet eigentlich (m)ein veröffentlichtes Buch?
Diese und weitere Fragen wollen wir in der Runde thematisieren und besprechen.

 

Akquise von Drittmitteln: Forschungsanträge stellen

Michael Dick & Wilhelm Termath

8,7 Mrd. Euro haben Hochschulen im Jahr 2019 an Drittmitteln eingenommen, das entspricht etwa einem Fünftel ihres Gesamtetats (statista.de).  Aber nicht nur an Universitäten und Hochschulen, auch in anderen Institutionen ist das Einwerben von Drittmitteln eine gute Möglichkeit, Forschungsvorhaben zu realisieren. Wie aber geht man vor, um erfolgreich Mittel einzuwerben? Welche Fördereinrichtungen kommen in Frage, wie bereitet man einen Antrag vor? Was steigert die Erfolgswahrscheinlichkeit? Aus der eigenen Forschungspraxis heraus möchten wir diese Fragen aufgreifen, Erfahrungen austauschen und Hinweise geben.

 

Qualitative Bildungsforschung 'barrierearm'

Olaf Dörner & Katharina Pongratz

Vorgespräche, Interviews, Gruppendiskussionen, Kurzfragebögen uvm. sind wichtige Instrumente der  qualitativen Forschung. Um Erwachsene  mit bspw. seelischen, geistigen oder körperlichen Behinderungen, Erwachsene anderer Muttersprachen oder auch hochaltrige Personen so barrierearm wie möglich in Forschungsprozesse einzubinden, bedarf es der Modifizierung  einzelner Erhebungsinstrumente. Einfache und bB leichte Sprache, unterstützende Technik und eine auf spezielle Bedürfnisse  ausgerichtete Auseinandersetzung mit der Lebenswelt der zu Befragenden sind dazu mögliche Hilfsmittel. In dieser Session setzen wir uns mit barrierearmer Forschung auseinander und stellen Erfahrungswerte aus laufenden
Forschunsgvorhaben vor.

 

Forschen mit und unter der Geschlechterperspektive: Herausforderungen, Gewinne, Perspektiven

Tina Jung & Bianca Lange

Geschlecht ist omnirelevant und damit für verschiedene qualitative Forschungen und Themen von Bedeutung. Eine geschlechtssensible Forschungspraxis kann entscheidende Gewinne für die Bearbeitung verschiedenster Forschungsvorhaben mit sich bringen und das in allen Phasen der Bearbeitung: Von der Entwicklung der Fragestellung und des Forschungsdesigns über das Sampling bis zur Analyse. Der Workshop thematisiert daher Haltungen, sensibilisierende Konzepte und Heuristiken, die eine gelungene geschlechtssensible Forschungspraxis unterstützen und bietet die Möglichkeit, sich gemeinsam über Gewinne und Herausforderungen des qualitativen Forschens mit und unter Geschlechterperspektive auszutauschen.

Letzte Änderung: 03.05.2022 - Ansprechpartner: Webmaster